Seit Jahrzehnten hört man regelmäßig in den Nachrichten dass irgendwo gestreikt wird im Königreich, zumeist werden dann die Städte Charleroi, Lüttich und Mons genannt. Selten, besser gesagt eigentlich nie, wird in unserem Ostbelgistan gestreikt; sehr oft hört man sogar die Aussage „was wollen diese Idioten denn schon wieder?“
Nun ist es auch hier soweit : es wird gestreikt und das mit massivem Aufwand!
Nachdem wohl die Subsidien nicht mehr ganz so völlig fließen trifft es auch die Geldbeutel der hiesigen Landwirte. Die steigenden Preise des Futters, Treibstoffes und der Düngemittel stehen den sinkenden Milchpreisen entgegen und damit erreicht die Inflation auch diese Bevölkerungsgruppe. Andere Teile der arbeitenden Bevölkerung sind von dieser Entwicklung schon länger betroffen, kaum steigende Löhne stehen dem schnellen, unaufhaltsamen Preisanstieg entgegen so dass sie gezwungen sind möglichst billig einzukaufen um ihre Familien zu ernähren. Sicherlich ist es den Landwirten nicht anzurechnen dass die Lebensmittel sich in den letzten Jahren um duzende Prozente verteuert haben, es sind wohl eher die schon fast kriminellen Machenschaften der Großkaufhäuser die möglichst alles kostenlos einkaufen und den Markt sondieren wie viel der Käufer bereit ist zu zahlen und zudem noch ihr Personal ausbeuten; Hauptsache ist ja im freien Markt dass die Aktionäre zufrieden gestellt sind.
Ich wünsche den Landwirten dass sie erfolgreich sind bei ihrem Streik und dass noch viele andere Bevölkerungsgruppen in den kommenden Wochen streiken , es wird höchste Zeit dass das Kapital in die Schranken zurückverwiesen wird, auch in Ostbelgistan!

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