Mittwoch, 6. August 2008

Werden wir in Belgien von Kesseflickern regiert ?

Seit nunmehr 423 Tagen - man erinnere sich dass wir am 10. Juni 2007 gewählt haben - haben wir keine voll funktionierende Regierung !

Nach 10 Monaten "Verhandlungen" die eher dem Gezänke von Kesselflickern glichen wurde zu Ostern 2008 etwas Regierungsähnliches gebildet, allerdings hielt diese "Regierung" nur bis Juni und danach ging das Geschrei wieder los.

Wenn man sich das ansieht kann man nur die Frage stellen ob wir in Belgien von Kesselflickern regiert werden ?

Montag, 2. Juni 2008

Streik!

Seit Jahrzehnten hört man regelmäßig in den Nachrichten dass irgendwo gestreikt wird im Königreich, zumeist werden dann die Städte Charleroi, Lüttich und Mons genannt. Selten, besser gesagt eigentlich nie, wird in unserem Ostbelgistan gestreikt; sehr oft hört man sogar die Aussage „was wollen diese Idioten denn schon wieder?“

Nun ist es auch hier soweit : es wird gestreikt und das mit massivem Aufwand!

Nachdem wohl die Subsidien nicht mehr ganz so völlig fließen trifft es auch die Geldbeutel der hiesigen Landwirte. Die steigenden Preise des Futters, Treibstoffes und der Düngemittel stehen den sinkenden Milchpreisen entgegen und damit erreicht die Inflation auch diese Bevölkerungsgruppe. Andere Teile der arbeitenden Bevölkerung sind von dieser Entwicklung schon länger betroffen, kaum steigende Löhne stehen dem schnellen, unaufhaltsamen Preisanstieg entgegen so dass sie gezwungen sind möglichst billig einzukaufen um ihre Familien zu ernähren. Sicherlich ist es den Landwirten nicht anzurechnen dass die Lebensmittel sich in den letzten Jahren um duzende Prozente verteuert haben, es sind wohl eher die schon fast kriminellen Machenschaften der Großkaufhäuser die möglichst alles kostenlos einkaufen und den Markt sondieren wie viel der Käufer bereit ist zu zahlen und zudem noch ihr Personal ausbeuten; Hauptsache ist ja im freien Markt dass die Aktionäre zufrieden gestellt sind.

Ich wünsche den Landwirten dass sie erfolgreich sind bei ihrem Streik und dass noch viele andere Bevölkerungsgruppen in den kommenden Wochen streiken , es wird höchste Zeit dass das Kapital in die Schranken zurückverwiesen wird, auch in Ostbelgistan!

Freitag, 25. April 2008

Skandale und Skandälchen

Man ist in Belgien ja einiges gewohnt von Politikern die scheinbar immer bereit sind sich auf Grund ihrer Position in irgend einer Weise zu bereichern. Bislang wurde gerne mit dem Finger auf die benachbarte Wallonie gezeigt, aber mittlerweile kann man aus der lokalen Presse entnehmen dass unsere Politiker(innen) teilweise auch nicht besser sind. Auch haben diverse Fernsehauftritte gezeigt dass man immer nur das zugibt was gerade nachgewiesen wurde , wen wundert es denn im Lebenslauf der Partei von Madame kann man lesen dass sie Kriminologie studiert hat und dort wird das wohl so gelehrt.

Daraus kann man wohl die Schlussfolgerung ziehen dass eine solide Basis für einen Politiker ist Kriminologie zu studieren !

Montag, 31. März 2008

Die Arbeitgeber und ihr Personal

In den letzten Tagen konnte man in der deutschen Presse ausgiebig über einen Lebensmitteldiscounter lesen, sehen und hören der sein Personal systematisch „überwacht“ hat . Mittlerweile kann man auch lesen dass wohl weitere Konzerne solche sich solche Eskapaden leisten. Beide Konzerne (vielleicht folgen noch andere) haben auch Filialen in Ostbelgien, vielleicht sollte man diese Gegebenheiten auch beim Erstellen seines Einkaufszettels berücksichtigen.

Aber wie behandeln (ost)belgische Unternehmer ihr Personal ?

Sonntag, 24. Februar 2008

Lebt der (belgische) Nationalbankchef nicht in Belgien ?

Vor einer Woche konnte man in der Presse lesen wie gut es uns doch geht. „Die Verbraucherausgaben wuchsen in 2007 um 2,6 Prozent“, kein Wunder bei den Preiserhöhungen der letzen zwölf Monate! Die Behauptung dass „die „Erhöhung der Lebenshaltungskosten durch die Verteuerung der Öl- und Lebensmittelkosten einer Minderheit Probleme bereitet“ dürfte wohl leicht untertrieben sein.

Als vor einigen Jahren das Heizöl für 51 Cent verkauft wurde herrschte große Aufregung, der Staat senkte die Besteuerung sodass man „nur“ 50 Cent zahlte, mittlerweile sind wir bei 75 Cent angekommen und keiner redet mehr von Steuersenkung oder verlangt eine Erhöhung der Löhne und Gehälter.

Die Aussage „man sollte die Entwicklung nicht überdramatisieren und sie sei für die Mehrheit der Haushalte nicht unerträglich“ ist wohl eher eine Frechheit, in „normalen“ Gehaltsklassen ist die Situation sehr wohl ein Problem und nicht jeder hat Geld bei Seiner Durchlaucht im Staate zwischen Österreich und der Schweiz oder beim benachbarten Großherzog deponiert.

Vielleicht sollte der Herr Gouverneur der Nationalbank seine Vermögensverhältnisse offen legen damit „die Minderheit der Haushalte denen die Verteuerung Probleme bereitet“ den direkten Vergleich anstellen kann, irgendwie kann man sich nicht vorstellen dass dieser Herr im gleichen Lande lebt wie wir.

Donnerstag, 31. Januar 2008

Schwimmmarathon

Alle Jahre wieder können wir aus der geschriebenen und gesprochenen Presse erfahren dass ein "Schwimmmarathon" stattfindet zugunsten der durch die sogenannte "Neue Armut" benachteiligten Menschen in Ostbelgien.
Vielleicht sollte man analysieren wer durch welche Umstände verarmt ist :
  • es gibt Menschen und Familien die durch Unfälle und andere Begebenheiten sich in Situationen wiederfinden in die sie durch Fleiß und geregelten Lebenswandel nie und immer gekommen wären.
  • es gibt aber auch andere die durch Faulheit und ungeregelten Lebenswandel nie auf einen grünen Zweig kommen und bedauerlicherweise sind diese in der Überzahl.
Es bleibt zu hoffen dass nur die erstgenannten in den Genuss der "erschwommenen" Beträge kommen.

Donnerstag, 27. Dezember 2007

Zurück ins Mittelalter ?

Europa sollte angeblich alles verbessern für den Bürger, aber mittlerweile hat man den Eindruck als ob wir zurück ins Mittelalter sollen. Man „liberalisiert“ alles, die Bürger der neu hinzugekommenen Staaten dürfen auch in unseren Landstrichen arbeiten. Sicherlich haben diese Bürger auch das Recht auf Arbeit aber viele Unternehmen zahlen einen wesentlich geringeren Lohn mit der Folge dass hiesige Arbeitnehmer sich diesem sinkenden Lohn entweder unterwerfen oder aber sich – falls sich eine findet – eine andere Arbeit suchen müssen . Da der Preisverfall überall betrieben wird bleibt letztendlich nichts anderes übrig als mit weniger Geld auszukommen, zudem trägt eine rasant steigende Inflationsrate ihr übriges dazu bei dass ganz einfach weniger Geld zur Verfügung steht. Hat man weniger Geld zur Verfügung kauft man weniger mit dem Resultat dass immer mehr Arbeitsstellen gestrichen werden , wer keine Arbeit hat kann noch weniger kaufen. Ein Kreislauf ohne Ende !

Setzt sich dieses Prozedere noch zwei Jahrzehnte fort sind wir wieder im Mittelalter, die EU kann man in etwa vergleichen mit dem größten Staatsstreich der Geschichte wie hier http://tinyurl.com/2z4tkk ausführlich beschrieben wird.