Vor einer Woche konnte man in der Presse lesen wie gut es uns doch geht. „Die Verbraucherausgaben wuchsen in 2007 um 2,6 Prozent“, kein Wunder bei den Preiserhöhungen der letzen zwölf Monate! Die Behauptung dass „die „Erhöhung der Lebenshaltungskosten durch die Verteuerung der Öl- und Lebensmittelkosten einer Minderheit Probleme bereitet“ dürfte wohl leicht untertrieben sein.
Als vor einigen Jahren das Heizöl für 51 Cent verkauft wurde herrschte große Aufregung, der Staat senkte die Besteuerung sodass man „nur“ 50 Cent zahlte, mittlerweile sind wir bei 75 Cent angekommen und keiner redet mehr von Steuersenkung oder verlangt eine Erhöhung der Löhne und Gehälter.
Die Aussage „man sollte die Entwicklung nicht überdramatisieren und sie sei für die Mehrheit der Haushalte nicht unerträglich“ ist wohl eher eine Frechheit, in „normalen“ Gehaltsklassen ist die Situation sehr wohl ein Problem und nicht jeder hat Geld bei Seiner Durchlaucht im Staate zwischen Österreich und der Schweiz oder beim benachbarten Großherzog deponiert.
Vielleicht sollte der Herr Gouverneur der Nationalbank seine Vermögensverhältnisse offen legen damit „die Minderheit der Haushalte denen die Verteuerung Probleme bereitet“ den direkten Vergleich anstellen kann, irgendwie kann man sich nicht vorstellen dass dieser Herr im gleichen Lande lebt wie wir.
