Seit 1830 besteht Belgien als zweisprachiger Staat (Französisch und Flämisch), seit 1919 – hier wurden die Kantone Eupen, Malmedy und St.Vith durch den Versailler Vertrag Belgien zugesprochen – soll angeblich auch die deutsche Sprache eine offizielle Landessprache sein.
Folglich ist Belgien ein dreisprachiges Land, nur kann man sehr oft kaum etwas davon bemerken. Sieht man sich beispielsweise die Seite des I.B.P.T (Belgisches Institut für Post- und Kommunikationsdienste) www.ibpt.be an ist sie erst gar nicht vorhanden, man darf zwischen Französisch, Niederländisch und Englisch auswählen. Bei der Seite der belgischen Post www.diepost.be kann man sie zwar auswählen, man wird aber seit Jahren auf eine „Baustelle“ umgeleitet und man bedauert dass die Seite nicht in deutscher Sprache vorhanden sei und man möge doch bitte zwischen Französisch, Niederländisch oder Englisch auswählen. Auf der Seite der föderalen Regierung www.belgium.be sieht es nicht besser aus, dies sind nur einige Beispiele.
Seit einigen Jahren bemühen sich einige Politiker die Situation zu verbessern, aber hier ist wohl auch die Frage nicht abwegig was die Politiker unserer Gegend in den letzten Jahrzehnten eigentlich für uns getan haben ?
Nun lassen die in der Hauptstadt Eupen residierenden Minister der sogenannten Deutschsprachigen Gemeinschaft keine Gelegenheit aus uns die französische Sprache ans Herz zu legen. Wozu eigentlich ? Man ist doch scheinbar viel besser mit der englischen Sprache bedient, man könnte sich sogar in Antwerpen, Brügge und Gent und vielen anderen Orten der Welt verständigen was wohl kaum in Französisch möglich ist. Fährt man 30 Kilometer westwärts ist kaum noch jemand zu finden der überhaupt eine zweite Sprache spricht, man empfindet es nicht als notwendig.
Werden wir hier für dumm verkauft ?

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